
Wenn jemand „Gesichtsmassage“ sagt, denken viele erst mal an: bisschen Creme, bisschen Streicheln, bisschen Wellness-Musik – nett, aber eher „feel good“ als „wow“.
Kobido ist anders.
Kobido ist eine traditionelle japanische Gesichtsmassage, die sehr schnelle, präzise Grifftechniken mit tiefen, langsamen Techniken, Akupressur und Lymphanregung verbindet. Das Ziel: ein frisches, waches Hautbild, ein natürlicher „Lifting“-Eindruck (ohne Geräte und ohne invasive Methoden) – und nebenbei oft eine ziemlich gute Entspannung.
Kurz gesagt: Kobido ist Handwerk. Und das merkt man.
Woher kommt Kobido eigentlich?
Historisch wird Kobido häufig auf Pflege- und Schönheitsrituale im Umfeld des japanischen Kaiserhofs zurückgeführt. Aus diesen Techniken hat sich über die Zeit eine sehr spezialisierte Kunst der Gesichtsmassage entwickelt, die heute weltweit als Anti-Aging-/Slow-Aging-Behandlung angeboten wird.
Was macht Kobido besonders?
Im Vergleich zu „normalen“ Gesichtsmassagen fallen bei Kobido ein paar Dinge sofort auf:
1) Tempo-Wechsel und Griffvielfalt
Kobido arbeitet mit Wechseln: extrem schnell und leicht (zur Aktivierung) – und dann wieder langsam und tief (für Muskulatur, Spannung, „Loslassen“). Das bringt Durchblutung und „Leben“ ins Gesicht, ohne dass man die Haut unnötig stresst.
2) Tiefe Arbeit an der Gesichtsmuskulatur
Viele merken erst bei solchen Behandlungen, wie viel Spannung im Gesicht sitzt – Stirn, Schläfen, Kieferlinie, Mundbereich. Kobido ist hier eher „Gesichtsgymnastik mit Händen“ als Kosmetik-Streicheln.
3) Ganzheitlicher Ansatz
Akupressur/Meridianarbeit + Lymphanregung + Massage. Also nicht nur Beauty, sondern oft auch Stressabbau.
4) Kopf, Nacken, Dekolleté werden oft mit einbezogen
Weil es wenig Sinn ergibt, vorne alles zu lockern, während hinten Nacken und Schultergürtel auf „Daueranspannung“ stehen.
Wie läuft eine Kobido-Behandlung ab?
Je nach Anbieter dauert eine Behandlung häufig 60–90 Minuten. Und ja – es gibt unterschiedliche „Protokolle“. Aber grob ist der Ablauf oft so:
1) Vorgespräch & kurzer Check
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Wie ist der Hautzustand?
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Gibt es Kontraindikationen?
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Was ist dein Ziel heute: eher Entspannung, eher Lifting-Effekt, eher Kiefer-/Schläfenthema?
2) Reinigung / Vorbereitung
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Abschminken, reinigen (je nachdem, wie der Anbieter arbeitet)
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dann ein Öl oder Serum – nicht literweise, sondern so, dass die Griffe sauber laufen
3) Aufwärmen & „Runterfahren“
Sanfte Streichungen, Mobilisation von Gesicht/Nacken/Schultern – damit das Gewebe warm wird und du nicht innerlich noch im Tagesstress hängst.
4) Kobido-Sequenzen (das ist der „Kobido-Teil“)
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schnelle, rhythmische Streichungen
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leichte Klopfungen (Tapotements) zur Aktivierung
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Knetungen/Walkungen der Muskulatur (Wangen, Stirn, Kieferpartie)
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Lifting-Griffe entlang Wangenknochen, Jawline, Stirn
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feine Vibrationen/Schüttelbewegungen – viele empfinden das als extrem beruhigend fürs Nervensystem
5) Akupressur & Meridiane
Druck auf spezifische Punkte im Gesicht, an Schläfen, rund ums Auge und teils am Kopf. Ziel ist häufig: Spannung runter, Kopf „klarer“, Kiefer lockerer.
6) Lymphanregung & Abschluss
Sanfte Drainagegriffe entlang Hals/Lymphbahnen, um Stauungen/Schwellungen zu reduzieren.
Zum Schluss: ruhige, langsame Griffe – manche Anbieter arbeiten hier zusätzlich mit Maske/Serum.
Was bringt Kobido? (realistisch betrachtet)
Ich mag klare Erwartungen – deshalb so:
Ästhetische Effekte (häufig direkt spür- oder sichtbar)
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Durchblutung und Versorgung der Haut werden angeregt
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Lymphfluss/Stoffwechsel können besser „laufen“ → Schwellungen (z. B. unter den Augen) können abnehmen
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Teint wirkt oft frischer, rosiger, „wacher“
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feine Linien können weicher wirken – vor allem, wenn sie stark mit Spannung zusammenhängen
Muskulatur, Kiefer & Kopf
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Verspannungen im Kieferbereich (Bruxismus / Pressen) können sich lösen
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Stirn/Schläfen/Nacken werden oft deutlich entspannter
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manche berichten, dass Kopf- und Gesichtsdruck nachlässt (wenn es spannungsbedingt ist)
Nervensystem & Wohlbefinden
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tiefe Entspannung, Stressabbau
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viele schlafen nach einer Serie besser und fühlen sich innerlich ruhiger
Wichtig: Kobido ersetzt keine medizinische Behandlung. Es ist eine kosmetisch-wellnessorientierte Methode, die sehr gute Effekte haben kann – aber nicht „alles heilt“.
Wie oft macht Kobido Sinn?
Häufig empfohlen wird:
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Kur: ca. 5–6 Behandlungen in kürzeren Abständen
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Erhaltung: danach alle 2–4 Wochen (je nach Ziel und Haut/Spannung)
Das ist keine feste Regel. Manche lieben es monatlich, manche machen zwei Termine als Reset – und gut ist.
Kontraindikationen: Wann besser nicht (oder erst abklären)
Bei Kobido gilt wie bei jeder seriösen Massagearbeit: Anamnese ist Pflicht. Häufig genannte Kontraindikationen sind:
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akute, schwere Hautprobleme im Behandlungsbereich
(entzündliche Akne, infektiöse Hauterkrankungen, offene Wunden, frische Narben/Schürfwunden) -
akute Entzündungen im Körper, Fieber
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unbehandelter Bluthochdruck, schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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Thrombosen oder ausgeprägte Gefäßerkrankungen (z. B. starke Couperose / sehr fragile Gefäße)
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frische ästhetische Eingriffe (OP, frische Filler/Booster – je nach ärztlicher Empfehlung)
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starke Schmerzen unklarer Ursache im Kopf-/Gesichtsbereich
Schwangerschaft: nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber häufig nur nach Rücksprache und mit angepasster Intensität.
Hinweis: Bei ernsthaften Vorerkrankungen, Blutverdünnern oder nach OPs bitte zuerst ärztlich abklären. Lieber einmal zu viel sauber sein als einmal zu locker.
Für wen ist Kobido besonders geeignet?
Kobido passt gut für Menschen, die:
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natürliche Anti-Aging-/Slow-Aging-Methoden mögen
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ein frischeres Hautbild ohne Geräte/Injektionen wollen
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unter Stress, innerer Unruhe oder Schlafproblemen leiden
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Kiefer-, Stirn- oder Nackenverspannungen haben
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viel am Bildschirm arbeiten und „Gesichtsmüdigkeit“ kennen
Weniger geeignet bzw. nur mit Vorsicht:
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starke Rosazea / hochaktive Couperose / sehr empfindliche Haut
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direkt nach Eingriffen
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bei den genannten Kontraindikationen
Für wen ist die Fortbildung „Japanische Gesichtsmassage / Kobido“ interessant?
Typische Zielgruppen sind:
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Kosmetikerinnen
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Wellness- und Massagetherapeuten
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Spa-/Hotel-/Day-Spa-Teams
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Physios/Heilpraktiker (mit Wellness-/Ästhetik-Schwerpunkt)
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Friseurinnen mit Kosmetik-/Spa-Bereich
Und ja: Manche Schulen lassen Quereinsteiger zu – sinnvoll ist das vor allem dann, wenn du wirklich bereit bist, die Technik sauber zu üben. Kobido sieht leicht aus, ist es aber nicht.
Dauer & Kosten: grobe Orientierung
Im DACH-Raum findest du häufig:
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1 Tag: kompakte Einführung / Lifting-Variante
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2–3 Tage: Standard bei vielen Kobido-Ausbildungen
Preislich liegt das je nach Tiefe, Anbieter, Gruppengröße, Praxisanteil und Zertifizierung grob irgendwo zwischen ein paar hundert Euro bis über 2.000 €.
Online-Kurse sind oft günstiger – aber ohne praktische Korrektur ist das bei so einer anspruchsvollen Technik nur bedingt empfehlenswert.
Fazit
- Kobido ist eine hoch differenzierte japanische Gesichtsmassage, die Lifting-, Glow- und Entspannungseffekte verbinden kann, mit einer Mischung aus schneller Aktivierung, tiefer Muskelarbeit, Akupressur und Lymphanregung.
- Wenn sauber gearbeitet wird, ist das eine der Techniken, bei denen viele Kunden nach der ersten Behandlung sagen: „Okay – das fühlt sich anders an.“
- Sie kombiniert tiefe Muskelarbeit, Akupressur, Lymphanregung und Energiearbeit und eignet sich für alle, die eine natürliche Anti-Aging-Methode suchen und Stress abbauen wollen
- Es gibt klare Kontraindikationen (akute Hautprobleme, Entzündungen, unbehandelter Bluthochdruck etc.), weshalb ein gutes Anamnesegespräch Pflicht ist
- Für Profis aus Kosmetik, Massage, Spa, Physio & Heilpraxis – aber auch engagierte Quereinsteiger – ist Kobido eine sehr gefragte Spezialisierung
- Im deutschsprachigen Raum liegen Präsenz-Ausbildungen typischerweise zwischen 1–3 Tagen und etwa 400 bis über 2.000 €, je nach Tiefe, Gruppengröße und Anbieter
Japanische Gesichtsmassage Lernen bei Medios Seminare
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Bis bald.
Uwe Goy-Schröder
Aktuelle Kurstermine
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Japanische GesichtsmassageTegernseeSa. - So.21.11. - 22.11.2026895 €
Legende: freie Plätze wenige Plätze Warteliste belegt
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